Pitta Dosha – Pitta ist abgeleitet von „tapa“ = Hitze und bedeutet, etwas durch Hitze verzehren. Pitta ist ein thermisches Prinzip. Es bewirkt Aufspaltung unter Freisetzung von Energie. Pitta wird vom Element Feuer bestimmt.

Pitta Typen verfügen über viel Energie, das Agni (Verdauungsfeuer) ist von Natur aus stark und sie erfreuen sich guter Gesundheit. Nur wenn Agni zu stark brennt, kann es zu einem brennenden Gefühl im Verdauungstrakt , Sodbrennen und anderen Störungen kommen.

Eigenschaften, die Pitta erzeugt und erhält: heiß, etwas ölig, beweglich wie ein Flüssigkeit, penetrierend, spitz, flüssig, sauer und scharf.

Funktionen von Pitta

Verdauung, Abbaustoffwechsel, Sehvermögen, Wärme, erzeugt Energie, erzeugt eine gesunde Hautfärbung, steht für Tapferkeit, Glanz, Ärger, Intelligenz, verstärkten Hunger und Durst.

Sitz von Pitta

Pittas Hauptsitz ist im Dünndarm, in der Nabelregion. Zudem sitzt Pitta im unteren Teil des Magens, in den Augen, in den roten Blutkörperchen und im Schweiss.

Typische Merkmale einer Pitta Konstitution

Allgemeines Erscheinungsbild: mittelgroß, mittelmäßig entwickelt, gut proportioniert

Körpermerkmale

Schultern, Brustkorb, Arme, Beine: mittelmäßig ausgebildet

Haut: warm, feucht, weich, rosafarben, Muttermale, Sommersprossen, Neigung zu faltiger Haut, Pickel

Haare: braun, blond, früh ergraut, Tendenz zu Haarausfall, Glatze

Gesicht: Falten, schlaffe Haut, gerötete Augen, mittelgroße Lippen mit rötlicher Farbe

Mund: Mundgeruch, Neigung zu Entzündungen der Mundschleimhaut

Hände: warm, rosig, feucht

Achseln: fauliger Geruch, feucht warm

Muskeln: locker

Nägel: weich, rosig

 

Ausscheidungen

Stuhl: viel, locker

Urin: übermäßig viel, gelb, gelegentlich brennend

Schweiß: übermäßig viel, strenger Geruch

 

Stimme/ Sprechweise

Stimme: scharf

Sprechweise: klar, fleißend, argumentativ, überzeugend, guter Redner*in

 

Mentale Eigenschaften

Einstellung: bestimmt, hitzig, ehrgeizig, stur, entschlossen, wetteifernd

Verhalten: aggresiv, schnell ärgerlich, schnell wieder erfreut, furchtlos, entschlossen, zielstrebig, gute Entscheidungskraft

Emotionen: ärgerlich, zornig

Intelligenz: exzellent, scharfsinnig, versteht schnell!

Gedächtnis: gut

Schlaf: 7 Stunden im Durchschnitt, gute Schlafqualität

Hobbys: Sport, Politik, Jagen, Diskutieren

Empfindlichkeit: gegen Hitze und zu viel Sonne

Krankheiten: Fieber, Entzündungen

Sexualität: durchschnittlich, dominant

Nachkommen: Anzahl durchschnittlich

Wohlstand: durchschnittlich

 

Besonderheiten für das Pitta Dosha

Stärke: durchschnittlich, gute Kämpfer, schwer zu bändigen

Abwehrkraft: durchschnittlich

Appetit: starker Hunger, starker Durst!

Tiere mit denen Ayurveda Pitta verbindet: Schlange, Affe, Katze, Bär, Tiger

Pitta wird erhöht durch Faktoren wie: Ärger, Zorn, Alkohol, Sonneneinstrahlung, Hitze, emotionaler Stress, zu hohe Verantwortung, Leistungsdruck und Stress. Pitta wird ebenfalls erhöht durch die drei Geschmacksrichtungen: sauer, scharf und salzig. Diese gilt es zu meiden, wenn Pitta „hoch“ ist. Insbesondere Zitrusfrüchte, Fleisch, Tomaten, fermentierte Nahrungsmittel, saure Milchprodukte, Essig, Senf in allen Varianten, scharf gewürzte Speisen und zu viel Salz. Eher gemäßigt und sanft würzen. Auch wenn Pitta gerade scharfe Currys und würzige Saucen liebt. Man gewöhnt sich an weniger !

Typische Erkrankungen für Pitta Dosha Typen: Entzündungen, Fieber, Blasenbildung, übermäßige Schweißbildung, säuerlicher, scharfer oder bitterer Geschmack im Mund, saures Aufstoßen, Sodbrennen, geschwächte Sinne, vor allem Sehvermögen, übermäßiger Hunger und Durst, Verlangen nach Kaltem, Photophobie (Lichtscheu), Ohnmachtsanfälle, fauliger Geruch von Körpersubstanzen.

Das Pitta Dosha herrscht vor allem im mittleren Lebensstadium (20 – 40 Jahre) mittags und um Mitternacht, während der Verdauung und im Spätsommer/ Herbst vor.

Was Pitta gut tut  (was Pitta nicht aggraviert) und was nicht

Die Zauberwörter einer Pitta ausgleichenden Ernährung heissen: kühl, leicht und trocken. Um das zu stark lodernde Verdauungsfeuer zu senken sollte leicht verdauliche Nahrung gegessen werden, frische Salate, Rohkost, vollwertiges Getreide und Ghee sollte nicht fehlen! Zwischendurch mal einen Obsttag einlegen, herbe und süße Kräuter und Gewürze gleichen Pitta aus und lindern Beschwerden.

Für den Ausgleich der zu starken Pitta Emotionen empfiehlt sich Gartenarbeit, Sport, schwimmen in einem kühlen See, Atemübungen oder spirituelle Übungen wie Meditation. Im Detail:

Obst gut: Mango, Kirschen, Trauben besonders blaue, Melone, Feigen, süßer Granatapfel und süße Äpfel und Birnen. Obst muss süß sein. Trockenfrüchte sind gut, Datteln und Rosinen besonders.

Obst nicht so gut: alle Zitrusfrüchte und saure Früchte wie Ananas, Johannisbeeren, Sauerkirschen und saure Äpfel. Alles saure weglassen.

>>

Gemüse gut: besonders alle grünen Blattgemüse !  Spinat, Mangold, Spargel, Brokkoli, Rosenkohl, Weißkohl, Spitzkohl, Erbsen, Okra Schoten, Kartoffeln, grüne Bohnen, Zucchini, frische Keimlinge, Süßkartoffeln, Kürbis, gekochte Karotte, Bittergurke, alle Blattsalate. Gemüse ist Pittas Fleisch. Zwiebeln sind in Maßen und gedünstet ok.

Gemüse nicht so gut: Aubergine, Rettich, Tomaten, Rhabarber, Peperoni, Sauerkraut. Alle fermentierten Gemüse.

>>

Getreide gut: Alle Getreide, besonders Hafer, Gerste und Reis. Dinkel ist auch gut. Am besten immer in vollwertiger Ausführung.

Getreide nicht so gut: Roggen (zu sauer und zu schwer), Hirse (zu heiß), Sojabohne

>>

Fette gut: eine ausgewogene Pitta Kost sollte ausreichend Fett enthalten. Ghee kühlt Pitta. Olivenöl, Rapsöl, Sesamöl, Kokosöl und Butter sind empfehlenswert.

Fette nicht so gut: Frittiertes sollte gemieden werden. Billige schlechte Fette und Öle sollten grundsätzlich nicht verwendet werden!

>>

Gewürze gut: Zimt (wenig), Koriander, Kreuzkümmel, Fenchel, Safran, Dill, Kurkuma, Bockshornklee, Vanille, Rose, Kardamom (grün), Pippali Pfeffer (Langer Pfeffer), Gewürznelken. Frischer Ingwer, Steinsalz, Muskatnuss sind ok. Alle Gewürze mit einem bitteren, süßen oder zusammenziehenden Geschmack sind empfehlenswert.

Gewürze nicht so gut: Chilli, Sambal Olek, Cayenne Pfeffer, getrockneter Ingwer, sollten nur in sehr kleinen Mengen verwendet werden. Ebenso Senf, nicht zu viel Pfeffer zu viel Salz verwenden. Asafoetida erhöht Pitta, Senfsamen auch!

>>

Proteine gut: Mungobohnen ! die grünen sind die besten für Pitta!  Halbe, gelbe, geschälte, Kichererbsen, halbe Kichererbsen (Channa Dal) sind alle wunderbar. Masoor Dal, rote Linsen, gelbe Linsen, Nüsse (bis auf Erdnüsse und Cashwenüsse) sind zu empfehlen. Besonders gut sind Mandeln. Sesamsamen erhöhen Pitta nur ganz leicht.

Proteine nicht so gut: Fleisch, Käse, Buttermilch, Kefir, Quark, Eier, sollten nur in geringen Mengen genossen werden. Keinen Urad Dal verzehren (schwarzer Dal).

>>

Süßungsmittel gut: Ahornsirup, Honig, Vollrohrzucker

Süßungsmittel nicht so gut: weißer raffinierter Zucker, Jaggery, Fructose

>>

Ich (Jutta) bin eine Pitta Konstitution und habe mich in den letzten Monaten zur Pitta Ausgleichs-Expertin entwickelt. Am Anfang war es schwer, alle die leckeren scharfen Sachen weg zu lassen, aber man gewöhnt sich daran. Und Ausnahmen darf es auch mal geben! Das Beste ist, es funktioniert! Aloe Vera, Rosenwasser, Sandelholz-Mandelöl, es gibt noch viele Tipps. Komm doch bald zu meinen Kochkursen, dann lernst du noch mehr. Ein ausgeglichenes Pitta Dosha ist klasse. Ach ja, und die Suppe nicht zu heiß essen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Leave a Reply